Vorstellung des Kalenders 2027 - "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" - Bildvortrag Obst, Most, Wein und Bier in der Region Ortenburg
Geschichte von Wein, Bier und Most im Ortenburger Land Das älteste erhaltene aufgeschriebene Bierrezept ist von den Sumerern, in Keilschrift verfasst. Bier war Getränk, Nahrungs- und Zahlungsmittel zugleich. Auch der Bau der Pyramiden ist ohne Bier undenkbar. Moststube, Kelterei und Fassbinderei Wisspeintner Mindestens so alt ist die Entdeckung des Weines, aus welchem Obst auch immer. Ihn konnte man den Göttern opfern oder auch selber trinken, mit den bekannten Wirkungen. Immer hin legt schon die Regel des heiligen Benedikt fest, dass der Ordensangehörige, wenn möglich am Tag etwa ein Viertel Wein erhalten soll. Ortsnamen wie „Weinberg“ belegen, dass der Weinbau auch in unserer Gegend durchaus erfolgreich war. Nachdem man herausgefunden hatte, dass Alkohol recht einfach destillierbar ist (russische Destille: drei unterschiedlich große Schüsseln und ein Tuch), hatte man darüberhinaus eine Möglichkeit, den „Geist“ beliebig lange haltbar zu machen. Bauernstube Lukas, Hinterhainberg: Ernst Feuchtmeyer, August Stümpfl, Hans Lukas, Hans Diem („Hammel“), Hans Koller, Hans Gschnaitter, Karl Baumgartner (Malermeister) Auch Ortenburg hatte ein spezielles Verhältnis zu den edlen Getränken. Schon früh blühte der Weinhandel (siehe Ortenburgika). Es gab sogar eine Weinstraße, um den Zoll zu umgehen. Als es kälter wurde, trat das Bier in den Vordergrund, da es kühl gelagert werden musste. Die berühmte Brauerei Söldenau ist allerdings der Fusionierung zum Opfer gefallen. Daneben verwertete man in großem Stil Äpfel und Birnen zu Most. Auch die Zuwanderer nach Vorder- und Hinterhainberg lieferten Know How zu dessen Herstellung. Dieser wurde dann in viele Landesteile exportiert, wo bei die Erfindung der Eisenbahn sehr gelegen kam. In den Zeiten der höchsten Produktionsmenge wurden jährlich etwa 1,4 Mio Liter Most hergestellt. Die Schankerlaubnis für jedermann wurde allerdings später kassiert, um dem Missbrauch vorzubeugen. Und die Weltgesundheitsorganisation erklärte unlängst den Alkohol in jeder Form für schädlich. Wer weiß, was da noch auf uns zukommt. Auch die Zahl der Obstbäume wurde ab den 50er Jahren massiv reduziert. Aber noch gehen uns die guten Getränke nicht aus. Aber es ist höchste Zeit, das Ortenburger Kulturgut in einem Kalender zu würdigen, der viele Facetten in 12 Kalenderblättern festhält.
„Ergo bibamus.
„Ergo bibamus.
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In Kooperation mit dem Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg
Info: Alfons Niederhofer, Tel-Nr. 08542 7678 u. Inge Schlögl, Tel-Nr.: 08542 1413
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Eintritt frei, Spenden erbeten
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- Kursnummer: 262111952
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Start:Fr. 13.11.2026
19:00 UhrEnde:Fr. 13.11.2026
20:30 Uhr - Plätze: min. 5 / max. 50
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Dozent:in:
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